MRT-Untersuchung: detaillierte Bilder vom Körperinneren

MRT-UntersuchungBei einer Kernspintomographie (kurz Kernspin), auch Magnetresonanztomographie (MRT) genannt, werden mit Magnetfeldern und Radiowellen Schnittbilder des Körperinneren erzeugt. Die MRT-Untersuchung ist komplett schmerz- und strahlungsfrei und dauert in der Regel nur wenige Minuten. Dank des offenen 1,5 Tesla Magnetresonanztomographen MRT MAGNETOM AERA kann die Untersuchung weitestgehend komfortabel gestaltet werden – auch für Patienten mit Platzangst.

Mit einer MRT-Untersuchung können unterschiedliche Gewebearten sehr detailliert dargestellt werden. Weichteilgewebe wie das Gehirn und innere Organe sind besonders gut abzubilden. Eine MRT-Untersuchung ist auch immer dann die erste Wahl, wenn dynamische Prozesse, wie Stoffwechselvorgänge im Gehirn, untersucht werden sollen. Auch zur Abklärung von nicht eindeutigen Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen wird das Verfahren eingesetzt.

Ablauf der Untersuchung im Magnetresonanztomographen

Vor der Untersuchung:

  • Sie müssen alle Metallgegenstände ablegen (Spangen, Münzen, Schlüssel etc.). Sie müssen alle magnetischen Datenträger ablegen (Scheckkarte, Kreditkarte).
  • Sie legen sich auf den Untersuchungstisch und bekommen die Spulen auf die zu untersuchende Körperregion gelegt.

Während der Untersuchung:

  • Die Magnetfelder und Radioantennen erzeugen brummende und klopfende Geräusche. Das ist normal.
  • Über eine Gegensprechanlage und eine Kamera sind Sie über die gesamte Untersuchung mit unserem Personal verbunden.
  • Bleiben Sie bitte bewegungslos in Position, damit keine unscharfen Bilder entstehen.

Nach der Untersuchung:

  • Nehmen Sie die abgelegten Gegenstände wieder an sich.
  • Ein Radiologie begutachtet Ihre diagnostischen Bilder und stellt diese Ihrem überweisenden Arzt zu (in der Regel noch am selben Tag).

Eine Untersuchung ist nicht möglich bei Patienten mit:

  • Herzschrittmachern
  • Cochlea-Implantaten

Eine Untersuchung ist mit Einschränkungen nach ärztlicher Rücksprache möglich:

  • bei künstlichen Herzklappen
  • Shuntventilen
  • Metallteilen im Körper (z. B. Granatsplitter)
  • Schwangerschaft

Ein Gelenkersatz (z. B. künstliches Hüftgelenk) oder Metallplatten sprechen in der Regel nicht gegen eine MRT-Untersuchung. Sprechen Sie hierzu bitte vorab mit Ihrem Arzt.

Detaillierte Informationen zu den technischen Grundlagen der Magnetresonanztomographie (Kernspin) finden Sie in dem Lernskript von Dr. Pabst (Universitätsklinik Marburg) unter dem folgenden Link:
Grundlagen_der_Magnetresonanztomographie_MRT_2013.pdf